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Schlei: Geheimtipp an der Ostsee

Die Schlei in der Nähe von Kappeln ist ein Geheimtipp für die, die Ostsee ohne großen Rummel wollen. Hier gibt es alles, was man für einen ordentlichen Badeurlaub braucht, sogar ein Beachvolleyballfeld und oft auch die nötigen Mitspieler und natürlich Sandstrand und Meer ohne Gezeiten, aber es ist dort einfach viel ruhiger als an den allgemein bekannten Orten, wie Grömitz oder Timmendorf.

Dazu ist Kappeln ein nettes Städtchen mit guter Infrastruktur. Wem das noch nicht reicht: Am Nordufer der Schlei bis zur Ostsee hin erstreckt sich das große Naturschutzgebiet Maasholm, das man durchwandern oder mit dem Rad erschließen kann. Dort gibt es auch immer mal wieder Kinderattraktionen, wie Bernsteinschleifen, wo man dann ganz nebenbei auch nützliches erfährt: wie man Bernstein von Kieselsteinen unterscheiden kann oder wie er entstanden ist.

Sollte es mal regnen, dann liegt Schleswig auf alle Fälle ganz oben auf der Liste der Ausflugsziele. Das Schloss Gottorf beherbergt die bedeutendsten Museen in Schleswig-Holsteins. Insbesondere das archäologische Landesmuseum zeichnet mit seinen über 3 Millionen Fundstücken ein detailiertes und lebendiges Bild der Geschichte Nordeuropas und das an einem Ort, der in früheren Zeiten wirklich einmal Weltstadt war. Die Wikinger hatten hier eine wichtige Passage zwischen Nord- und Ostsee geschaffen. Aber Schloss Gottorf dient auch als würdiger Rahmen für so manches kulturelle Hightlight der Region.

Und auch Flensburg ist nicht wirklich weit. Dort lockt zumindest unsere Kinder immer die Phänomenta ein Experimentiermuseum zum Mitmachen mit diversen physikalischen Phänomenen. Die Ostseeküste zwischen Flensburg und Kappeln ist auch ganz besonders sehenswert. Dort sind große Abschnitte geprägt von Steilküsten, die entsprechend unzugänglich und daher auch einsam sind.

Durham is very british

Unweit von Newcastle upon Tyne liegt das kleine Unistädtchen Durham. Ein Tagetripp hierhin lohnt auf alle Fälle. Oben auf dem Hügel, neben der Kathedrale steht ein altes Castle, das zur Uni gehört. Hier werden Studenten aufgenommen, die von weiter her kommen. Sie schlafen im Castle und besuchen von dort aus eine der besten Unis Englands…Erinnerungen an Harry Potter kommen auf? Und tatsächlich: die Kathedrale diente mit ihren alten Kreuzgängen als Kulisse für zwei Harry Potter Filme: “Harry Potter und der Stein der Weisen” und “Harry Potter und die Kammer des Schreckens”.

Doch dieses wirklich zauberhafte Städtchen ist auch in der wirklichen Welt bedeutsam: Je nach Ranking spielt die University of Durham durchaus in der Liga von Oxford und Cambridge und auch vom Ort her muss es einfach toll sein hier zu studieren. Die Kathedrale ist eines der ersten Bauwerke, das in das UNESCO Welterbe aufgenommen wurde. Wenn man die Klostergänge durchwandert, kann man sich gut vorstellen, wie hier das Leben im Mittelalter ausgesehen haben mag. Das Städtchen selbst hat viele kleine Läden, die teilweise in Wohnhäusern untergebracht sind.

Man stöbert dann durch die einzelnen Räume und Etagen, die liebevoll, fast kunstvoll dekoriert sind. Alles ist richtig englisch, etwas altmodisch, stilvoll und verschnörkelt. In den verwinkelten Gassen mit Kopfsteinpflaster sind auch viele Pubs, die sich ihre traditionelle Athmosphäre bis heute bewahrt haben.

Bei gutem Wetter lohnt auch noch eine Ruderbootfahrt auf dem Fluss, der durch Durham fließt. Die Ruderboote kann man ein Stück flussabwärts mieten und von dort noch mal eine ganz andere Perspektive auf die Stadt genießen.

Mein Ziel für eine Flucht: Helgoland

Helgoland ist jedes Jahr einmal mein Fluchtziel, wenn die Gräserpollen auf dem Festland mal wieder uneingeschränkt und heftig fliegen. Als einzige Hochseeinsel Deutschlands finde ich dort mal eine Pollenpause. Entdeckt habe ich das in der Schwangerschaft, wo ich keine Medikamente nehmen konnte, aber man muss natürlich nicht schwanger sein, um Augen und Nase mal eine Erhohlungspause zu gönnen.

Zuvor dachte ich Helgoland sei was für Rentner und Raucher, die auf “Butterfahrt” gehen, denn auf Helgoland kann man zollfrei einkaufen und das nutzen täglich nicht wenige Tagetouristen, die vom Festland für ein paar Stunden auf Helgoland einfallen, eine Runde um die Insel drehen und dann über die Geschäfte herfallen.

Doch wenn die tägliche Invasion wieder vorbei ist, dann wird Helgoland wieder zu einer beschaulichen ruhigen Insel und wer von dem Treiben ganz ungestört bleiben will, der fährt einfach zur Düne rüber. An den Strand von Helgoland kommt man nämlich nur mit einer Fähre, was auch ein guter Schutz vor Tagetouristen ist ;-)

Rund um die Düne ist ein schöner Sandstrand, nur ganz im Norden liegen Steine…für Schatzsucher. Wenn man Glück hat, dann kann man auf der Düne auch Seehunde in freier Wildbahn erleben. Nur Drachen sollte man nicht steigen lassen, denn die Düne dient auch als Flugplatz für kleine Sportflieger.

Im Juni bietet sich ein ganz besonderes Schauspiel: der Sprung der Trottellummen. Auf dem Vogelfelsen auf Helgoland nisten viele Meeresvögel u.a. die Trottellummen. Wenn sie groß genug sind, dann stürzen sich die Jungtiere kopfüber ins Meer. Diesen Lummensprung kann man eines abends im Juni beobachten etwa zur Zeit des Sonnenuntergangs und dann gibt es auch immer Führungen und Beobachtungsposten, so dass auch Nicht-Ornitologen wie ich mitbekommen, was sich dort ereignet.

Newcastle upon Tyne

Ganz im Norden von England liegt Newcastle. Ich hatte mir die Stadt ganz anders vorgestellt: viel Industrie und wenig Flair, aber ich wurde sehr postiv überrascht. Der Stadtkern ist alt und zeugt davon, dass Newcastle mal eine reiche Stadt war und am Ufer des Tyne, der Quay-Side, lassen sich auch die jüngsten baulichen Bemühungen bewundern, Newcastle aufzumotzen:

Die Milienium-Bridge sieht aus wie ein Augenlied. Wenn größere Schiffe den Fluss passieren, dann öffnet sich dieses Auge und die Schiffe können durchfahren. Sonst dient sie Fußgängern und Radfahrern dazu auf die andere Seite zu kommen, direkt zum Baltic, dem Museum für moderne Kunst, das nicht mal Eintritt kostet und zum Sage, dem Konzerthaus. “The Sage” (sprich: sädsch) ist inzwischen das Wahrzeichen und Markenzeichen von Newcastle und so sieht man denn am Wochenende auch jede Menge aufgestylte Leute durch Newcastle ziehen, die die Kulturellen Hightlights der Stadt genießen.

Sonntags sollte man sich auf keinen Fall den Markt an der Quay-Side entgehen lassen. Anders als auf den üblichen Flohmärkten (z.B. Tynemouth, ebenfalls So.), gibt es hier auch viel Kunsthandwerk, selbstgemachte Seifen oder englisches Fudge teilweise mit Lifemusik und das alles vor der Kulisse der Tyne-Brücken.

Und zum guten Schluss noch zwei meiner Lieblingsplätze: Das Cafe “Heaton Perk” in der Heaton Park Road (erreichbar mit der Busline 1) ist voll schrill, hat kostenloses WLAN, leckeres Frühstück und viele Bücher, die man gegen andere Bücher eintauschen kann, wenn man sie gerne lesen möchte. Und das Pub “Head of Steams” in der Nähe der Central Station.

Amsterdam ist einfach zauberhaft

Amsterdam gehört definitiv zu den placesyouhavetobebeforeyoudie! Diese Stadt ist einfach zauberhaft. Im Sommer vibriert dort das Leben.

Wenn man in einem Straßencafe sitzt ziehen so unterschiedliche Leute an einem vorüber, wie man sich nur vorstellen kann: Rastafaries, die gerade aus dem nahegelegenen Coffeeshop kommen, zwei Musiker mit Fiedel, Kontrabaß und vorallem einem großen Hut zum Geld sammeln, japanische Touristen mit Kamera um den Hals, ein Geschäftsmann und dann jede Menge - vielleicht Studenten - auf Fahrrädern.

Wenn Sie nach Amsterdam kommen müssen Sie - abgesehen von der obligatorischen Grachtenfahrt, die einem einen guten Überblick über Amsterdam verschafft - unbedingt das Jordansviertel besuchen. Es befindet sich jenseits der Prinsengracht rund um die Egelantiertsgracht. Früher war hier das Arbeiterviertel von Amsterdam. Die Gassen sind sehr schmal. Heute tummeln sich hier Künstler und Lebenskünstler. Viele Gassen sind bunt von den vielen Stockrosen, die auf jeder kleinsten Fläche vor den Häusern blühen und die Läden und Cafés sind kreativ und individuell.

Auf einem Streifzug durch Amsterdam kommen Sie mit Sicherheit auch an einem der vielen Märkte vorbei. Dort kann man Second Hand Klamotten in jeglischer Stilrichtung erstehen, bis hin zu Theaterrequisiten, Antikes und Trödel, selbstgenähte Taschen und Schmuck - der eine oder andere Schatz findet sich bestimmt.

Mit plattgelaufenen Füßen und hängendem Magen müssen Sie dann unbedingt in DAS Pfannkuchenhaus von Amsterdam in der Prinsengracht 191. Egal ob herzhaft oder süß, die Pfannkuchen sind ein Gedicht. Von dort ist dann das Anne-Frank-Haus auch nicht mehr weit. Im Sommer bilden sich allerdings an machen Tagen lange Schlangen von Menschen, die das Versteck von Anne Frank mit eigenen Augen sehen wollen.

Amsterdam sollte man auf alle Fälle mit dem Fahrrad erkunden. Parkplätze sind rar und teuer und zu Fuß kommt man nicht so weit. Für Radfahrer ist die Stadt absolut ideal. Beeindruckend sind die riesigen Fahrradparkhäuser rund um den Bahnhof. So viele Räder auf einem Haufen sind mir bisher noch nicht begegnet.

Mitsegeln auf der Ostsee

Darf es mal ein ganz besonderer Urlaub sein? Wie wäre es dann auf einem Segelboot mitzusegeln?

Freunde von uns bieten 4 Plätze auf einem Segelboot an, z.B. für eine Familie oder für zwei Paare. Man kann dort mitsegeln und die Ostsee bereisen, mal einfach die Seele baumeln lassen und immer mal wieder einen Hafen anlaufen. Die Tourenplanung ist im wesentlichen festgelegt und die Navigation übernimmt der Kapitän, aber wer sich im Segeln schon auskennt, der darf natürlich mit Hand anlegen.

Gute Laune gibt es gratis dazu, also bei Interesse: Mitsegeln auf der McAllee.

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